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  • Lineare Wanderung

  • 16 Kilometer

  • 600 Höhenmeter Anstieg

  • 6-8 Stunden

  • MITTEL – SCHWER

Diese Wanderung stellt die erste Etappe des “Beşparmak Trail” dar. Dieser Weitwanderweg hat eine Gesamtlänge von 260km und erstreckt sich entlang der gesamten Nordküste bis zum Kap Andreas an der Spitze der Halbinsel Karpaz.

Nach einem 10 minütigen Transfer vom Dorf Kormacit starten wir beim Kap Kormakitis auf Meeresniveau, passieren das Dorf Sadrazamköy (hier ist der alternative Start für eine kürzere Wanderung) und die Kapelle von St. George an der Küste.  Von hier steigt der Weg beständig an, und wir können uns auf spektakuläre Aussichten über den Klippen von Kayalar freuen. Der Endpunkt ist wieder das Dorf Kormacit.

Kap Kormakitis – Dorf Kormacit

Der Startpunkt der Wanderung am östlichen Kap Nordzyperns ist garantiert nicht zu verfehlen. Direkt an der Küste gegenüber der unweit vorgelagerten Insel Kormacit, einem kleinen flachen und fast runden Felseiland, beginnt die spannende Wanderung quer durch das Beşparmak-Gebirge zum rund 255 km entfernten östlichen Kap. Ein Markierungsstein (1) und der erste Wegweiser (Koruçam-Kormacit Village) bezeichnen den Anfangspunkt des Weitwanderwegs. Leicht findet man die ersten Markierungszeichen: Diese weiß-grüne Markierung begleitet den Weg in mal mehr, mal weniger dichten Abständen. Wichtig zu wissen: die Markierung gibt es in zweifacher Form! Entweder linear oder als Kreis, in der Mitte grün und außen weiß mit einem „B“ in der Mitte.
Ist die Markierung auf dem felsigen Untergrund erst einmal entdeckt, lässt sich anfangs teilweise ein Pfad erkennen. Dieser tritt aufgrund beidseitig platzierter Felsen und Steine bald deutlicher hervor. Mit ein paar Metern Entfernung zur Küste geht es auf dem felsigen Boden an einem Haus vorbei. Dieses Gebäude diente einst als Zollhaus und befindet sich heute in Privatbesitz. Dieser markante und windumtoste Platz diente bereits als Drehort für heimische Filmproduktionen. Dass der Pfad behutsam ansteigt, merkt man eigentlich nur an der steiler werdenden Küste. Beständig geht es entlang der Küstenlinie, bis man sich allmählich ein paar wenigen Hütten annähert. Kurz vor diesem Privatgrund schwenkt der Weg nach R, das eingezäunte Gelände wird auf einem Trampelpfad nach L umgangen und anschließend ein Zufahrtsweg gequert. Damit befindet man sich wieder auf einem deutlich erkennbaren, zunächst steinigen, dann sandigen und von Mastixsträuchern (Pistacia lentiscus) gesäumten Pfad. Beharrlich geht es weiter entlang der Küste. Der Untergrund wird jetzt etwas steiniger und ein paar Stufen und Absätze gesellen sich hinzu, dann wird der Rand des Dorfes Sadrazamköy erreicht. Am Zaun eines aufgelassenen Tennisplatzes vorbei und entlang einiger Feldern trifft man unmittelbar vor einer Straße auf eine Quelle mit Speicherbecken (2), die nach Aussage des Wirtes des nur wenige Meter entfernten Cafés „Golya“ auch im Sommer nicht versiegt und Trinkwasser liefert. Am Café (Dienstag Ruhetag) vorbei, sind es keine 100 Meter bis zu einer Rechtskurve, in der die Straße geradeaus verlassen wird, um einem leicht ansteigendem Pfad zu folgen. Ein großer Mast mit der entsprechenden Markierung weist deutlich darauf hin. Über einen kleinen Hügel wandert man zu einem aus Bruchsteinen und Wellblech bestehenden Schafstall, der als solcher allerdings nicht auf Anhieb zu erkennen ist. Hier heißt es aufgepasst, denn die Wegeführung ist nicht ganz leicht auszumachen: in Höhe der Stallung L halten und gleich wieder R zur Straße. Dieser wird nach L zur nahen Moschee gefolgt, vor der es dann nach R auf eine unbefestigte Schotterstraße weiter geht. Am Ende der Steigung folgt man auf der Höhe einem nach L abzweigenden Weg. Von hier bietet sich ein wunderbarer Blick über die Meeresbucht hinweg zum sich dahinter erhebenden Troodos-Gebirge. An der nächsten Weggabelung nach rund 750 Meter hält man sich L und folgt parallel eines niedrigen Kiefernwäldchens weiter dem breiten ansteigenden Weg. Sobald die Anhöhe erklommen ist, trifft man auf einen Weg mit auffälliger Pflasterung: man befindet sich hier auf einer Jahrhunderte alten Handelsstraße. Auf diese wird nach R abgebogen und schon bald wandert man auf einem von niedrigen Kiefern (Pinus brutia) und Oregano gesäumten Kamm entlang, von dem sich Meerblicke nach rechts und links eröffnen. Nicht lange dauert es, bis sich die ersten schroffen Felsen des Beşparmak-Gebirge deutlich in die Höhe strecken. Anschließend wird die Straße (3) Sadrazamköy – Kormacit (Koruçam) gekreuzt und bald schon erblickt man halb links eine Kapelle in Strandnähe. Zur anderen Seite fasziniert weiterhin die Aussicht zum Troodos-Gebirge sowie auf die faszinierende Szenerie der langen Küstenlinie. Ein nächster Weg wird gequert, dann hält man sich halb-R und passiert zur Rechten einige Kiefern. An der folgenden Wegkreuzung führt der geradeaus verlaufende Weg direkt nach Koruçam. Die Wanderung setzt sich hier aber nach L bergab in Richtung Küste und Kapelle fort. Der Weg macht eine scharfe Rechtskurve, dann trifft man auf eine Asphaltstraße, an der sich einige ältere Gebäudefundamente befinden. Die Straße wird überquert, dann dem abwärts zum Meer geschotterten Weg gefolgt bis zu einer Cafeteria und ab hier weiter auf einem grasbewachsenen Weg an der Küste entlang direkt zur Kapelle. An den Wochenenden treffen sich hier zahlreiche Familien und Freunde zum Grillen und picknicken. Nächster Orientierungspunkt ist ein nah gelegenes verlassenes historisches Lagerhaus an der Küste. Dem Weg wird bis zu einer asphaltierten Straße (4) gefolgt, auf die nach L eingebogen wird, um sie dann sogleich wieder nach R über einen kleinen Holzsteg zu verlassen. Jetzt beginnt ein schmaler Trail, der sich nach rund 150 Meter halb-L in Serpentinen kräftig den Berg hinaufzieht. Dominiert zu Beginn noch die grasbewachsene Landschaft, wird die Umgebung bald zunehmend felsiger. Atemberaubend ist die Sicht auf das tief unten liegende Meer und zurück zum Kap Kormacit. An keiner anderen Stelle führt ein Pfad so dicht am bzw. hoch über dem Meer entlang! Kurz vor dem Gipfel wandert man durch eine dichtbewachsene grüne Senke (Gräser, Kiefern, Strohblumen (Helichrysum conglobatum), Stechginster (Genista fasselata), Meerzwiebel (Urginea maritima) …. Ist der Gipfel erreicht, schweift der Blick zur zweitgrößten Küstenstadt Girne (Kyrenia).
Zur rechten erstrecken sich schmale Felder zwischen mannshohen Büschen, dahinter dehnt sich das Meer aus. Für ca. 20 Meter geht es direkt an einem Feld entlang, dann weiter auf einem Pfad, von wo sich weitere tolle Aussichten ergeben. Noch ein kurzer steiler Anstieg, dann stößt man auf einen Weg (5), auf den man nach R abzweigt (links nach Kayalar). Nach einigen Metern zwischen Wiesen und Feldern entlang, wird ein weiterer Weg erreicht, dem man abermals nach R und bis zu einem Schotterweg folgt. Hier nach L zum nah gelegenenKormacit. Am Ortsrand L halten und der Straße zur Ortsmitte mit der St. George-Kirche und einer gefassten Quelle folgen. Hier markiert ein weiterer Wegweiser das Ende der ersten Etappe. Ein herrlicher Ort!