Selimiye Mosque

Eine der beide Krönungskathedralen aus der Kreuzfahrerzeit

Büyük Han

Checkpoint LEDRAS/LOKMACI

Buchhandlung Rüstem

Die Hauptstadt Nikosia ist Verwaltungszentrum für beide Inselteile und sowohl die letzte geteilte Hauptstadt Europas. Die kreisrunde Altstadt beherbergt Baudenkmäler aus allen Epochen zyprischer Vergangenheit und ist daher ein „must see“ für Zypernreisende.

In Nikosia (türkisch Lefkoşa, griechisch Λευκωσία), empfehlen wir neben den bekannten Sehenswürdigkeiten wie Büyük Han und Selimiye Moschee auch einen Besuch der ältesten Buchhandlung – Rüstem Kıtab Evi gegenüber der Venezianischen Säule.

Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Nikosia-Nord sind:

  • Selimiye Moschee, ehemalige Sophienkathedrale
  • Büyük Han, die Große Karawanserei
  • Bandabulya, die quirlige Markthalle
  • Bedesten, ehemalige Nikolauskapelle
  • Mevlevi Tekkesi, ehemaliges Kloster des Sufi-Ordens
  • Lokmacı Checkpoint, seit 2008 Übergang im Zentrum der Stadt zum Griechisch-zypriotischen Teil

Die Geheimtipps von Nikosia:

 

  • Samanbahçe, Sozialbauviertel aus den 30er Jahren
  • Rüstem Kitabevi, traditionelle Buchhandlung
  • Arabahmet Art School, modernes Kunstprojekt
  • Altes Armenisches Viertel an der Stadtmauer
  • Ehemaliges Armenisches Kloster

Nikosia

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Nikosia
Λευκωσία
Lefkoşa
Nikosia (Zypern)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: Zypern RepublikZypern Zypern
NordzypernTürkische Republik Nordzypern Türkische Republik Nordzypern
Bezirk: Zypern RepublikZypern Nikosia
NordzypernTürkische Republik Nordzypern Lefkoşa
Geographische Koordinaten: 35° 10′ N, 33° 21′ OKoordinaten: 35° 10′ N, 33° 21′ O
Höhe ü. d. M.: 149 m
Fläche: Zypern RepublikZypern 51 km²

NordzypernTürkische Republik Nordzypern 60 km²

Einwohner: 276.410 (2012)
LAU-1-Code-Nr.: CY-01
Postleitzahl: 1010–1107
Bürgermeister: Zypern RepublikZypern Constantinos Yiorkadjis

NordzypernTürkische Republik Nordzypern Mehmet Harmancı

Website: Zypern RepublikZypern Nikosia

NordzypernTürkische Republik Nordzypern Lefkoşa

Sonstiges
Einwohner: Zypern RepublikZypern 220.907 (2012)
NordzypernTürkische Republik Nordzypern 61.378 (2011)[1]
282.285 Gesamt (2011/12)
Bevölkerungsdichte: Zypern RepublikZypern 4.332 Einwohner/km²
NordzypernTürkische Republik Nordzypern 925 Einwohner/km²
2.490 Einwohner/km² Gesamt

Nikosia (griechisch Λευκωσία Lefkosía, IPA: [lɛfkɔˈsi.a], türkisch Lefkoşa, altgriechisch Λήδρα Lēdra) ist eine geteilte Stadt im Zentrum der Mittelmeerinsel Zypern und Hauptort des gleichnamigen Bezirkes. Nikosia ist die Hauptstadt der Republik Zypern, der Nordteil zudem de-facto-Hauptstadt der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern.

Geschichte

Nikosia ist seit dem 7. Jahrhundert v. Chr. nachgewiesen. Das Prisma des Asarhaddon von 673/672 v. Chr. erwähnt einen König Unasagusu von Lidîr.[2] Der antike Name war Ledra.

Satellitenbild von Nikosia

Der Titel des Vizegrafen von Nikosia war in venezianischer Zeit auch griechischen Adeligen zugänglich, meist gegen eine Zahlung an die Signoria von Venedig. "Visconti" von Nikosia waren unter anderem:

Jahr Visconte Bemerkungen
1503 Jano (Jacopo) Podocataro
1507 Efgenios Singriticus
1508 Pietro Podocataro
1510–1511 Efgenios Singriticus Versuch einer dritten Amtsperiode gescheitert
1548–1550 Hieronimo Boustron
1548–1559 Hieronimo Boustron
1567 Tommaso Singriticus

In den 1930er Jahren wurden die Venetianischen Stadtmauern durch das Department of Antiquities unter Leitung von restauriert, teilweise als Arbeitsbeschaffungsmaßnahme[3]. 1949 wurde das luxuriöse Ledra Palace Hotel eröffnet.

Völkerrechtlicher Status

Die Stadt gehört völkerrechtlich in ihrer Gesamtheit zur Republik Zypern, die jedoch seit der Besetzung des Norden Zyperns durch türkische Streitkräfte und der Proklamation der Türkischen Republik Nordzypern im November 1983 de facto keine Hoheitsrechte über Nord-Nikosia ausübt. Seither wird die Stadt durch eine „Grüne Linie“ (englisch Green Line, griechisch πράσινη γραμμή, türkisch yeşil hat) geteilt, die von Friedenstruppen der Vereinten Nationen, der United Nations Peacekeeping Force in Cyprus (UNFICYP), überwacht wird.

Im Ort befindet sich die Botschaft der Vereinigten Staaten in Nikosia.

Stadtteile

Nordteil (NordzypernTürkische Republik Nordzypern Türkische Republik Nordzypern)

  • Abdi Çavuş
  • Akkavuk
  • Arabahmet
  • Aydemet
  • Çağlayan
  • Değirmenlik
  • Göçmenköy
  • Hamitköy
  • Haspolat
  • Haydarpaşa
  • İbrahim Paşa
  • İplik Pazarı/K.Efendi
  • Kafesli
  • Karamanzade
  • Kızılay
  • Köşklüçiftlik
  • Kumsal
  • Küçük Kaymaklı
  • Mahmut Paşa
  • Marmara
  • Organize Sanayi
  • Ortaköy
  • Selimiye
  • Taşkınköy
  • Yenicami
  • Yenişehir

Südteil (Zypern RepublikZypern Zypern)

  • Agioi Omologites
  • Agios Dometios
  • Aglantzia
  • Akropolis
  • Anthoupolis
  • Dasoupolis
  • Egkomi
  • Kaimakli
  • Lakatamia
  • Lykavitos
  • Makedonitissa
  • Omorfita
  • Pallouriotissa
  • Strovolos
  • Laiki Jitonia

Sehenswürdigkeiten

Altstadt

Die Makariou Avenue im Zentrum am frühen Abend

Im südlichen Teil der Altstadt herrscht reges kulturelles Leben mit einigen Restaurants und Kneipen, besonders in der Umgebung des Famagusta-Tores (πύλη Αμμόχωστου). Über die ganze Altstadt verstreut sind traditionelle Läden und Handwerksbetriebe. In der Ledrastraße, die an der Platía Eleftherías (Platz der Freiheit; Πλατεία Ελευθερίας) beginnt und bis zur Grünen Linie führt, befinden sich die größeren und moderneren Geschäfte. Die Laikí Jitoniá (Λαϊκή Γειτονιά; in etwa: lokale/traditionelle Nachbarschaft) ist ein vornehmlich touristisch genutzter Stadtteil.

Sowohl Nord- als auch Südteil der Altstadt verfielen aufgrund der teilungsbedingten Randlage. Seit einigen Jahren werden historische Gebäude, allem voran mittelalterliche zyprische und venezianische, restauriert. Am 3. April 2008 wurde in der Ledrastraße die erste Grenzübergangsstelle innerhalb der Altstadt (nur für Fußgänger) geöffnet.

Blick über die Innenstadt von Nikosia

Die knapp fünf Kilometer lange Venezianische Festungsmauer wurde 1567/1568 errichtet und umschließt mit elf Bastionen sternförmig die Altstadt. Fünf Bastionen liegen im Süden (im Uhrzeigersinn): Caraffa, Podocataro, Constanza, D' Avila, Tripoli, fünf im Norden: Roccas (türk. Kaytazağa), Mula (Zahra), Quirini (Cephane), Barbaro (Musalla), Loredano (Cevizli), die Bastion Flatro (Sibeli) schließlich ist geteilt, auf ihr befinden sich Grenzwachtposten beider Seiten sowie ein UN-Posten.

Süden der Stadt

Absperrungen an der Grünen Linie zwischen Nord- und Südteil der Stadt
  • Das Befreiungsdenkmal auf der Podokataro-Bastion wurde kurz nach der Befreiung von der britischen Kolonialherrschaft 1960 aufgestellt.
  • Die 1872 noch unter osmanischer Herrschaft errichtete Faneromeni-Kirche ist die wohl größte Kirche Nikosias.
  • Die Johannes-Kathedrale wurde 1662 erbaut und im 18. Jahrhundert zur Kathedrale erhoben.
  • Die Omeriye-Moschee, aus der im 14. Jahrhundert erbauten gotischen Klosterkirche St. Maria der Augustiner-Eremiten hervorgegangen.
  • Das Ikonenmuseum ist in einem Seitentrakt des Erzbischöflichen Palastes untergebracht. Das Museum beherbergt mehr als 150 Ikonen und ist eine der weltweit bedeutendsten Ikonensammlungen.
  • Museum des Nationalen Kampfes
  • Das Zypernmuseum (Archäologisches Museum) liegt südwestlich knapp außerhalb der Altstadt. Es ist das bedeutendste archäologische Museum der Insel und vermittelt mit Fundstücken von der Jungsteinzeit bis zur byzantinischen Epoche ein geschlossenes Bild der Kulturgeschichte Zyperns.
  • Das Haus des Kornessios ist eine Stadtvilla aus dem 18. Jahrhundert, das als Museum den Lebensstil der Oberschicht der damaligen Zeit präsentiert.
  • Das Armenische Völkermordmonument Nikosia, eine Gedenkstätte zum Völkermord an den Armeniern ab 1915 im Osmanischen Reich
  • Das Cyprus Classic Motorcycle Museum in der Altstadt dokumentiert die Geschichte des Zweirades auf der Insel.

Norden der Stadt

Innenhof des Büyük Han in Nikosia mit oktogonaler Kuppelmoschee in der Mitte
  • In der Arabahmet-Moschee aus dem 17. Jahrhundert wird eine Haarsträhne Mohammeds aufbewahrt.
  • Die Selimiye-Moschee, erbaut im 13. Jahrhundert als Kathedrale Hagia Sophia, wurde 1571 von den Türken in eine Moschee umgewandelt.
  • Der Bedesten, ursprünglich eine byzantinische Kirche, im Mittelalter dem Hl. Nikolaus dem Engländer geweiht, seit osmanischer Zeit Markt und Kornkammer.
  • Die gotische Kirche St. Katharina aus dem 14. Jahrhundert, heute säkularisiert.
  • Die Sultan-Mahmut-Bibliothek mit einer großen Sammlung islamischer Manuskripte.
  • Der zentrale Atatürk-Platz mit der Venezianischen Säule im Mittelpunkt.
  • Die alte Karawanserei Büyük Han wurde 1572 kurz nach der türkischen Eroberung Zyperns erbaut und ist vermutlich das älteste türkische Bauwerk auf der Insel.
  • Derviş Paşa-Villa
  • Feinschliff-Museum
  • Türkisches Ethnographisches Museum (Mevlevi Tekke)
  • Barbarei-Museum
  • Bibliothek des Sultans Mahmud II.

Verkehr

Der Busbahnhof der OSEL am Solomos-Platz
Fahrradverleihsystem Bike in Action

Nikosia befindet sich etwa in der Mitte der Insel, und viele Straßen führen von dort aus sternförmig an die Küstenstädte. Die A1 verbindet Nikosia mit der Südküstenautobahn, die A9 führt in westlicher Richtung zum Troodos-Gebirge. Die städtische Gesellschaft OSEL betreibt innerstädtische Buslinien, weiterhin gibt es die regionale Nicosia-Bus.

Im Westen der Stadt, auf nordzyprischem Gebiet, befindet sich der Flughafen Ercan, der über eine 4-spurige Schnellstraße erschlossen ist, für den südzyprischen Teil der Stadt wird der Flughafen Larnaka an der Südostküste der Insel genutzt. Der alte Flughafen Nikosias ist seit 1974 gesperrt, da er sich in der UN-Schutzzone befindet.

Universitäten

Die Universität Zypern ist die älteste Hochschule des Landes und befindet sich in Nikosia, 1980 wurde die Universität Nikosia gegründet. Im Nordteil der Stadt liegen die Internationale Universität Zypern und die Universität des Nahen Ostens. Auch die zyprische Fernuniversität Open University of Cyprus sowie die Privatuniversität European University of Cyprus haben in der Stadt ihren Sitz.

Wirtschaft

In Nikosia-Strovolos befindet sich der Sitz der Bank of Cyprus, der größten zyprischen Bank.

Bevölkerung

Nikosia hat 276.410 (Agglomeration 476.000) Einwohner, von denen 220.907 Menschen im Südteil der Stadt und 55.503 Menschen im (türkischen) Nordteil leben (2012).

Am 1. Oktober 2001 gab es 273.642 Einwohner.[4]

Nach der Volkszählung vom 31. Januar 1879 hatte die zu dem Zeitpunkt noch ungeteilte Stadt 2463 Häuser und 11.197 Einwohner.[5] Sie verteilten sich wie folgt auf verschiedene Religionen:

  • Muslime 5628
  • Orthodoxe 5251
  • Armenier 166
  • Katholiken 121
  • Anglikaner 28
  • Juden 3

Sport

Die international bekanntesten Sportklubs der Stadt sind APOEL Nikosia und Omonia Nikosia. Diese zwei Klubs dominieren auch die populärste Sportart in der Republik Zypern, Fußball. Beide tragen ihre Heimspiele im Neo GSP-Stadion aus, dem größten der Republik Zypern, mit einem Fassungsvermögen von 23.400 Zuschauern.

Persönlichkeiten

Die Liste enthält eine alphabetische Übersicht bedeutender, im heutigen Nikosia geborener Persönlichkeiten. Ob die Personen ihren späteren Wirkungskreis in Nikosia hatten oder nicht, ist dabei unerheblich. Viele sind nach ihrer Geburt weggezogen und andernorts bekannt geworden. Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

  • Kâmil Pascha (1833–1913), osmanischer Staatsmann
  • Arthur Stephen Mavrogordato (1886–1964), britischer Polizeioffizier
  • Fazıl Küçük (1906–1984), zyperntürkischer Politiker, von 1959 bis 1973 Vizepräsident der Republik Zypern
  • Khoren I. Mesrob Paroyan (1914–1983), Katholikos des Großen Hauses von Kilikien
  • Alparslan Türkeş (1917–1997), türkischer Politiker
  • Glafkos Klerides (1919–2013), zyperngriechischer Politiker und Staatspräsident der Republik Zypern
  • Vamik Volkan (* 1932), zyperntürkischer Psychiater und Psychoanalytiker
  • Tassos Papadopoulos (1934–2008), zyperngriechischer Politiker, ehemaliger Präsident der Republik Zypern
  • Andreas Papadakis (1938–2008), zyperngriechischer Architekturkritiker
  • Dakis Joannou (* 1939), zyperngriechischer Industrieller, bekannt als einer der wichtigsten Sammler zeitgenössischer Kunst
  • Mike Brant (1947–1975), israelischer Chanson-Sänger
  • Christopher Pissarides (* 1948), zyperngriechischer Wirtschaftsnobelpreisträger
  • Ferdi Sabit Soyer (* 1952), zyperntürkischer Politiker und ehemaliger Ministerpräsident der Türkischen Republik Nordzypern
  • Mick Karn (1958–2011), englischer Bassist
  • Serdar Denktaş (* 1959), zyperntürkischer Politiker, ehemaliger Vizekanzler und Außenminister der Türkischen Republik Nordzypern, Sohn von Rauf Denktaş
  • Neşe Yaşın (* 1959), türkisch-zyprische Dichterin und Schriftstellerin
  • Harris Georgiades (* 1972), zyperngriechischer Politiker
  • Constantinos Stylianou (* 1972), zyperngriechischer Komponist und Pianist
  • Andreas Pitsillides (* 1977), zyperngriechischer Politiker und Theologe

Städtepartnerschaften

Nordteil

Südteil

Freundschaftsstädte (Südteil)

Klimatabelle

Nikosia
Klimadiagramm
JFMAMJJASOND
 
 
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5
 
 
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7
 
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19
 
 
1
 
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7
 
37
22
 
 
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34
19
 
 
22
 
28
15
 
 
31
 
22
10
 
 
58
 
17
7
Temperatur in °CNiederschlag in mm
Quelle: Cyprus Meteorological Service; wetterkontor.de
Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Nikosia
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Max. Temperatur (°C) 15,3 15,9 18,6 24,3 29,5 33,9 36,9 36,7 33,6 28,3 21,8 17,1 Ø 26
Min. Temperatur (°C) 5,2 5,0 6,4 10,1 14,5 18,8 21,8 21,6 18,5 15,0 10,2 6,8 Ø 12,9
Niederschlag (mm) 48 47 37 22 22 7 1 7 6 22 31 58 Σ 308
Sonnenstunden (h/d) 5,5 6,7 7,6 9,2 10,8 12,5 12,8 12,1 10,8 8,9 7,3 5,6 Ø 9,2
Regentage (d) 9,0 9,1 8,1 4,4 4,0 0,9 0,0 0,5 1,1 4,9 6,3 7,9 Σ 56,2
Luftfeuchtigkeit (%) 76 73 68 60 54 49 47 49 54 57 66 75 Ø 60,6
T
e
m
p
e
r
a
t
u
r
15,3
5,2
15,9
5,0
18,6
6,4
24,3
10,1
29,5
14,5
33,9
18,8
36,9
21,8
36,7
21,6
33,6
18,5
28,3
15,0
21,8
10,2
17,1
6,8
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
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Weblinks

 Commons: Nikosia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikinews: Nikosia – in den Nachrichten
 Wiktionary: Nikosia – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
 Wikivoyage: Nikosia – Reiseführer

Einzelnachweise

  1. Ktbb.org: Kıbrıs Türk Belediyeler Birliği
  2. Rykle Borger: Die Inschriften Asarhaddons, Königs von Assyrien (= Archiv für Orientforschung. Beiheft 9). Weidner, Graz 1956, S. 59–61; dazu Reinhard Senff: Soloi 1. In: Der Neue Pauly (DNP). Band 11, Metzler, Stuttgart 2001, Sp. 703; A.T. Reyes, Archaic Cyprus: A Study of the Textual and Archaeological Evidence, Oxford 1994,58,160 und O. Masson, Encore les royaumes chypriotes de la liste d' Esarhaddon, Cahier du centre d' études chypriotes 22, 1992, 27-29.
  3. Thomas W. Davis, A history of American Archaeology on Cyprus. The Biblical Archaeologist 52/4, 1989, 163-169
  4. Mof.gov.cy: Republic of Cyprus, Ministry of Finance
  5. Samuel White Baker, Cyprus, as I Saw it in 1879
  6. http://www.lefkosabelediyesi.org/tr/index.php/10-genel/62-kardes-belediyeler

Kyrenia

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Kyrenia
Kerýnia/Κερύνεια
Girne
Kyrenia (Zypern)
Bluedot.svg
Basisdaten
Staat: NordzypernTürkische Republik Nordzypern Türkische Republik Nordzypern (de facto)
Distrikt: NordzypernTürkische Republik Nordzypern Girne
Geographische Koordinaten: 35° 20′ N, 33° 19′ OKoordinaten: 35° 20′ N, 33° 19′ O
Einwohner: 33.207 (2011)
Bürgermeister: NordzypernTürkische Republik Nordzypern Nidai Güngördü
Der Hafen von Kyrenia

Kyrenia (griechisch Κερύνεια Kerýnia, türkisch Girne, im Altertum unter anderem Keryneia, altgriechisch Κερύνεια beziehungsweise Kyrēnia, Κυρηνία) ist eine Hafenstadt mit mehr als 33.000 Einwohnern im Distrikt Girne der Türkischen Republik Nordzypern, dessen Verwaltungssitz sie ist. Formal ist sie auch Hauptort des Bezirks Kyrenia der Republik Zypern.

Name

Wilbrand von Oldenburg nannte die Stadt im frühen 13. Jahrhundert noch „Schernis“, was der seinerzeitigen Aussprache des griechischen Namens nahegekommen sein dürfte, dessen Transkription vielfach Cerines oder Cherines lautete.[1] Ins Italienische gelangte daher die Bezeichnung Cerine. Dies korrespondierte mit der hochmittelalterlichen Tendenz des Zyperngriechischen, beim k vor dem e die Palatalisierung zu bevorzugen.

Die türkische Bezeichnung lässt sich erst später fassen. Für 1631 und 1738 ist die Variante Gerines überliefert, für 1814 Gerinia, erst später setzte sich Girne durch.

Geschichte

Neolithikum

Hellenistische Oinochoe, 2. Jahrhundert v. Chr.

Die Gegend um Kyrenia war bereits im Neolithikum besiedelt. Dabei ist Keramik zwischen 5100 und 4500 v. Chr. nur durch drei Fundstücke repräsentiert, von denen zwei aus Aghios Epiktitos Vrysi bei Kyrenia stammen.[2]

Eisenzeitliches Königreich, Hellenismus, Ptolemäer (10.–1. Jahrhundert v. Chr.)

Im 10. bis 9. Jahrhundert v. Chr. wurde Keryneia eines der neun Stadtkönigreiche auf Zypern.[3] Keryneia wurde erstmals im 4. Jahrhundert v. Chr. unter diesem Namen im Periplus des Mittelmeeres bei Pseudo-Skylax erwähnt[4] und auch die einzige Überlieferung, welche die Stadt in einen größeren historischen Zusammenhang stellt, nennt Ereignisse aus dem 4. Jahrhundert v. Chr. Damals war das unabhängige Keryneia unter der Herrschaft eines namentlich nicht genannten Dynasten, der zusammen mit anderen Stadtkönigen Zyperns im dritten Diadochenkrieg auf der Seite des Antigonos I. Monophthalmos gegen Ptolemaios I. stand. Doch eroberte Seleukos I., Verbündeter des Ptolemaios, im Jahr 315 v. Chr. die Stadt.[5] In dem Dynasten möchte man den bei Johannes Stobaios überlieferten König Themison erkennen, dem Aristoteles um die Mitte des 4. Jahrhunderts v. Chr. seinen Protreptikos gewidmet haben soll.[6]

Im Jahr 312 v. Chr. wurde das dynastische System in Keryneia durch Ptolemaios aufgelöst und die Stadt samt ihrem Gebiet unter die Kontrolle des salaminischen Königs Nikokreon, eines ehemaligen Kampfgenossen Alexanders des Großen vor Tyros und Verbündeten des Ptolemaios, gestellt.[7]

Unter verschiedenen Namensformen – Keraunia,[8] Corinaeum,[9] Cerinia,[10] Cernia[11] – wird die Stadt zwar immer wieder genannt, doch bieten diese Fundstellen keine weiteren Anhaltspunkte zur Geschichte der Stadt. Fragmente griechischer und phönizischer Inschriften aus Keryneia legen es nahe, dass neben der griechischen eine entsprechende phönizische Bevölkerung dort ansässig war. An Kulten sind solche für Aphrodite und Apollon inschriftlich nachgewiesen, an Bauten wird ein Gymnasion erwähnt.

Römerzeit, Bischofssitz (ab 1. Jahrhundert v. Chr.)

Möglicherweise unter dem römischen Kaiser Claudius erhielt die Stadt ein Aquädukt;[12] die Stadt wird auch in einer Inschrift aus flavischer Zeit erwähnt. Ob sie den Status einer civitas innehatte, ist nicht gesichert. In frühchristlicher Zeit wurde die Stadt unter dem Namen Kyrenia Bischofssitz.

Bekannt wurde die Stadt bei Archäologen und Althistorikern durch das Schiff von Kyrenia, das sich im Schiffswrack-Museum der Stadt befindet. Das knapp 15 m lange Schiff sank um 300 v. Chr.

Byzantiner, Kreuzfahrer, Venezianer (bis 1570)

Unter dem byzantinischen Kaiser Alexios I. Komnenos wurde die Burg ebenso stark ausgebaut, wie St. Hilarion und Kantara auf dem Karpas, da man in Konstantinopel fürchtete, es könne zu einer Invasion der Insel durch die Seldschuken kommen, die bereits weite Teile Kleinasiens erobert hatten. 1092/94 besetzen Aufständische Zypern, ihr Anführer war ein gewisser Rapsomates. Johannes Dukas nahm Kyrenia ohne größeren Widerstand ein und ließ den Aufstand unterdrücken,[13] der sich gegen das Steuerregime Konstantinopels gerichtet hatte, aber auch im Kompetenzstreit zwischen Kirche und Staat im Gerichtswesen seine Ursache hatte, wie der Bericht des Bischofs Nikolaos Muzalon belegt.

Nachdem sich die Insel 1185 von Byzanz unabhängig gemacht hatte, eroberte der englische König Richard Löwenherz 1191 die Insel und erbeutete in Kyrenia den Staatsschatz.

Die venezianische Festung von Kyrenia um 1900, Henry Rider Haggard: A Winter Pilgrimage; being an account of travels through Palestine, Italy, and the land of Cyprus, accompished in the year 1900, London 1901, S. 181
Vedute von Pierre Nicolas Ransonnette ((1745–1810)), abgedruckt bei Adrien Egron La terre-sainte et les lieux illustrés par les apôtres. Vues pittoresques, Paris 1837

Als 1373 die Genuesen die Insel eroberten, und König Peter II. auf den Karpas floh, wo er sich in Kantara festsetzte, gelang es den Lusignan, ausgehend vom Gebiet um Kyrenia, die Insel zurückerobern.

Die Venezianer bauten die Befestigungsanlagen der Stadt um 1540 massiv aus, um die Insel gegen die Osmanen verteidigen zu können. Diese eroberten die Insel dennoch 1570 bis 1571. Kyrenia ergab sich, nachdem Efgenios (Zeno der jüngere) Synglitico, Graf von Rocca, der Anführer der venezianischen Truppen, mit seinem Bruder Tommaso, dem Vizegrafen von Nikosia, getötet worden war.

Osmanische Zeit (1570–1878)

Im späten 16. Jahrhundert hatte Kyrenia nur noch 600 bis 800 Einwohner.

Im 18. Jahrhundert war die osmanische Herrschaft durch Ämterkauf gekennzeichnet, gegen den es zu Aufständen kam. Führer des Aufstandes von 1765 war Khalil Agha, dessen Anhängerschaft sich im Juni 1766 angesichts der von Konstantinopel ausgesandten mehr als 5000 Mann aufzulösen begann, so dass ihm bald nur noch 200 Mann zur Verfügung standen. Sie wurden in Kyrenia belagert, Khalil, der aufgeben musste, wurde hingerichtet.[14]

1831 erfasste die osmanische Regierung die männliche Bevölkerung Zyperns. Dabei zählte man in Kyrenia 123 Türken und 113 Griechen.

Britische Zeit (1878–1960)

Vedute nach Esme Scott Stevenson: Our home in Cyprus, 1880, S. 136

1878 kam die Insel zu Großbritannien und wurde 1960 unabhängig. Bei der ersten Volkszählung der Briten im Jahr 1881, die sämtliche Bewohner erfassen sollte, zählte man in Kyrenia 1192 Einwohner, davon waren 570 Türken, 594 Griechen und weitere 28 Bewohner zählten zu verschiedenen Nationen. In den nächsten Jahrzehnten wuchs die Bevölkerungszahl langsam an, wie die Zensus erwiesen, die ab 1881 alle zehn Jahre erfolgten. Sie ergaben für das Jahr 1891 1327 Einwohner, davon 621 Türken, 721 Griechen und fünf Angehörige anderer Nationalitäten. 1901 ergab der Zensus 1360 (487, 849, 24), 1911 bereits 1756 (570, 1156, 30) und 1921 1910 (568, 1342, keine Angaben). Während die Zahl der Türken eher stagnierte (1931: 519, 1946: 572, 1960: 696), weil viele von ihnen nach Anatolien abwanderten, wuchs die Zahl der Griechen deutlich schneller (1931: 1618, 1946: 2204, 1960: 2373). 1931 waren nur noch 24 % der Einwohner Türken, eine Entwicklung, die durch die Erklärung Zyperns zur britischen Kolonie (1924) noch verstärkt wurde. 1946 zählte man in Kyrenia 2373 Griechen, 696 Türken, 233 Briten, 30 Armenier, 9 Maroniten und 154 Sonstige.[15] Bis 1960 war der Anteil der Türken, die zu Beginn der britischen Kolonialherrschaft etwa die Hälfte der Bevölkerung gestellt hatten, auf ein Fünftel gefallen.

Während der Auseinandersetzungen zwischen Zyperngriechen und -türken, die 1963 in offene Gewalt umschlugen, blieben die Türken zwar in der Stadt, doch waren sie gezwungen, sich ausschließlich in ihren Quartieren aufzuhalten. 1973, kurz vor der türkischen Invasion, zählte man 1000 Türken und 2635 Griechen, dazu 257 andere. Die Griechen stellten also zwei Drittel der Bevölkerung.

Türkische Besetzung (1974), Flucht der Zyperngriechen, türkische Zuwanderung

1974 begann in der Bucht von Pentemili, acht Kilometer westlich von Kyrenia, die Operation Atilla mit der Errichtung eines Brückenkopfes (Atilla I). 3000 türkische Soldaten landeten mithilfe von Landungsbooten am Escape-Strand. Am Ende der Operation kontrollierten diese Truppen 3 % der Insel, darunter Kyrenia, das die Türken Girne nannten. Die griechische Bevölkerung der Stadt floh im Juli 1974 in den Inselsüden.[16] Umgesiedelte Zyperntürken aus dem Süden der Insel siedelten sich unter anderem in Girne an. Im August kehrten viele Griechen zurück, doch wurden sie bis Oktober 1975 im Dome-Hotel festgehalten. Von dort wurden sie nach Belapais gebracht, jedoch blieben 163 von ihnen in Kyrenia. Im Februar 1976 war ihre Zahl auf 95 eingebrochen, im Mai auf 48 und im August hielten sich noch 18 von ihnen dort auf. Noch im Januar 1977 waren es 16 im Januar 1978 noch immer 13, im September 1978 schließlich sieben darunter zwei Maroniten und zwei Zyperngriechen, die mit zyperntürkischen Partnern verheiratet waren. Insgesamt wurden 2650 Zyperngriechen aus Kyrenia vertrieben.

Bevölkerungsentwicklung Kyrenias, 1881–2006

1978 lebten in Kyrenia 4761 Menschen, doch wuchs ihre Zahl nunmehr rapide an. 1996 waren es 14.203, 2006 bereits 23.839.[17] Dieses rapide Wachstum geht auf starke innerinsulare und anatolische Zuwanderung zurück. So kamen viele Zyperntürken aus den Distrikten Limassol und Paphos, aus Polis/Poli, Jiaz (Ceyhan)/Kidasi, Çakırlar/Terra, Çıralı/Lempa, Dağaşan/Vretsia, Karaağaç/Pelathousa, Susuz/Souskiou und Geroskipou/Yeroşibu. Hinzu kommt aber noch mehr, dass der Bauboom und die Touristikbranche Arbeitsplätze schufen, die von Türken, Osteuropäern, Zentralasiaten und Pakistanern ausgefüllt werden. Während der Hochsaison wächst daher die Zahl der Bewohner jedes Jahr auf weit über 30.000 an.

Geographie

Der Beşparmak/Pentadaktylos („Fünf-Finger-Berg“)

Südlich der Stadt erstreckt sich das Kyrenia-Gebirge (türk.: Girne dağları), ein Gebirge, das an seiner höchsten Stelle 1.024 Meter hoch ist und im Nordosten in der schmalen Halbinsel Karpas und im Westen am Kap Kormakitis ausläuft.

Wirtschaft und Infrastruktur

Verkehr

Verkehrsschild in Girne

Im Personenschiffverkehr bestehen Autofährverbindungen nach Taşucu und Mersin, das auch durch eine Tragflügelbootlinie angebunden wird.[18]

Bildung und Forschung

Seit 1974 ist Girne Sitz des .[19]

Die Stadt beherbergt zudem die 1985 gegründete Amerikanische Universität Girne mit ihren 7500 Studenten und 2000 Beschäftigten.

Militär

In der Nähe von Girne befinden sich die Hauptquartiere der Türkischen Armee auf Zypern und der Streitkräfte der Türkischen Republik Nordzypern.

Medien

In Girne erscheint seit 2005 die englischsprachige Wochenzeitung .[20]

„Kyrenia“ kommt im Videospiel Assassin’s Creed: Bloodlines vor.

Von 1955 bis 1960, dem Zeitpunkt der Unabhängigkeit Zyperns, betrieb die später in Deutschland sehr bekannte Schauspielerin Lotti Huber am Hafen von Kyrenia das Lokal „The Octopus“. Sehr ausführlich berichtet sie hierüber in ihrer Autobiografie Diese Zitrone hat noch viel Saft und auch im Semi-Dokumentarfilm von Rosa von Praunheim.

Sehenswürdigkeiten

Die Festung am Hafen

.

Die Abtei Bellapais

Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt gehören vor allem die Festung von Kyrenia, der alte Stadtkern mit seinen engen steilen Gassen und der Fischerhafen mit dem Alten Leuchtturm. Mit 96 Hotels ist die Distriktshauptstadt der wichtigste Standort der Tourismusbranche in der Türkischen Republik Nordzypern.

Die Stadt hat drei Museen:

  • Die Archangelos-Kirche ist ein Ikonen-Museum; der hohe Glockenturm der griechisch-orthodoxen Archangelos-Kirche, die dem Erzengel Michael geweiht ist, ist ein Wahrzeichen der Stadt.
  • Das Schiffswrack-Museum in der Festung zeigt ein eisenzeitliches Schiffswrack: Das Schiff von Kyrenia sank gegen 300 v. Chr. Es wurde 1965 von dem zyprischen Taucher Andreas Kariolou in 30 m Tiefe entdeckt und ab 1967 durch Michael Katzev von der Universität von Pennsylvania geborgen.[21]
  • Das kleine Volkskunst-Museum in einem typischen zyprischen Haus des 18. Jahrhunderts am Hafen zeigt Aspekte und Artefakte der Volkskunst.

Besonders sehenswert sind zudem:

  • Die Abtei Bellapais: Das Kloster des Prämonstratenser-Ordens liegt an den Hängen des Kyrenia-Gebirges. Das Bauwerk gilt als Meisterwerk gotischer Architektur und als eines der schönsten im gesamten Nahen Osten. Der Name „Abtei Bellapais“ ist eine irrtümliche Übersetzung von „Abbaye de la Paix“ (Abtei des Friedens).
  • Die felsige Ebene von Chrysokava wurde in der Römerzeit als Friedhof und danach als Kalksteinbruch genutzt.
  • Die Tekke von Hazreti-Ömer: Das kleine Mausoleum des Hazreti Ömer (581–644) ist eine muslimische Pilgerstätte.
  • Die jungsteinzeitliche Siedlung Ayios Epiktitos Vrysi/Çatalköy liegt auf einem kleinen Küstenvorsprung und erweckt den Anschein, als könne sie ins Meer rutschen.

Literatur

Weblinks

 Commons: Kyrenia – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. George Hill: A History of Cyprus, Band 2, Cambridge University Press, 2010, S. 19 Anm. 3.
  2. A. Bernard Knapp: The Archaeology of Cyprus. From Earliest Prehistory Through the Bronze Age, Cambridge University Press, 2013, S. 507.
  3. Jerome C. Peristianes: A Cypriote Inscription from Keryneia. In: The Journal of Hellenic Studies. 34, 1914, ISSN 0075-4269, S. 119-121, S. 119.
  4. Pseudo-Skylax 103
  5. Diodor 19,59,1.
  6. Stobaios 4,32,21 (= florilegium 95,21).
  7. Diodor 19,79,4.
  8. Ptolemäus 5,13 (14),4.
  9. Plinius, Naturalis historia 5,130.
  10. Tabula Peutingeriana 10.
  11. Geograph von Ravenna 5,10.
  12. Stephen Mitchell: Imperial Building in the Eastern Roman Provinces. In: Harvard Studies in Classical Philology. 91, 1987, ISSN 0073-0688, S. 333-365, S. 353.
  13. Dieter Reinsch (Hrsg.): Anna Komnene. Alexias, Walter de Gruyter, 2001, S. 296–298.
  14. George Hill: A History of Cyprus, Cambridge University Press, 2010, S. 86 f.
  15. Jan Asmussen: „Wir waren wie Brüder“. Zusammenleben und Konfliktentstehung in ethnisch gemischten Dörfern auf Zypern, LIT Verlag Münster, 2001, S. 282, Anm. 173.
  16. Andreas Constandinos: America, Britain and the Cyprus Crisis of 1974. Calculated Conspiracy or Foreign Policy Failure?, AuthorHouse, 2009, S. 279.
  17. Wenn nicht anders angegeben stammen die Zahlen von Keryneia/Girne.
  18. The Middle East and North Africa 2004. ISBN 978-1-85743-184-1, S. 289.
  19. Mustafa Hasim Altan, James A. McHenry, Ronald C. Jennings: Archival Materials and Research Facilities in the Cyprus Turkish Federated State: Ottoman Empire, British Empire, Cyprus Republic. In: International Journal of Middle East Studies. 8, Nr. 1, Januar 1977, ISSN 0020-7438, S. 29-42.
  20. Cyprus Observer: Contact Us. Abgerufen am 7. September 2009.
  21. Thomas W. Davis: A History of American Archaeology on Cyprus. In: The Biblical Archaeologist 52/4, 1989, S. 163–169.

Die Bevölkerung Levkosia`s (Zyperns Hauptstadt) reicht an zwanzig Tausend, was jedoch schwer zu bestimmen ist, nachdem die Frauen nicht gezählt werden. Die Einwohner sind in ihrer Mehrzahl Türken, wiewohl ihnen die Griechen fast gleichkommen dürften, dann eine kleine Anzahl Armenier.
Katholiken gibt es bloss 80 – 90; Juden gar keine. Die Türken Levkosia`s haben häufig nach oben gewendete Brauen, einen breitgeschlitzten Mund, nicht selten grosse, kastanienbraune, langwimperige Augen, und die Haare nach türkischer Sitte  geschoren.
Sie tragen meistens ein meergrünes Hemd, das sie sehr schön kleidet, und kennzeichnen sich stets durch ihre weisse Hosen und bunte Farben der Kleider. Die Frauen tragen beim Ausgehen stets blendend weisse Oberkleider, darunter sind sie aber luxuriös, häufig in Seide angezogen. Die Armenierinnen kleiden sich in gleicher Weise, die Armenier alla franca (“fränkisch”, d.h. europäisch). Die Griechen sind hübsche Leute, haben aber zumeist eine zu grosse Nase…

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